Einsortiert unter Handy

Tweetdeck for Android – what’s up?

Eigentlich bin ich ja nicht so der Mensch, der riesig umfangreich über Technik, Gadgets oder Apps bloggt.

Aber immerhin nutze ich ein Smartphone und bin auch auf Twitter und Facebook viel unterwegs.
Dafür habe ich bis zuletzt die App “Tweetdeck” für Android benutzt.

Optisch war die App zwar im Vergleich zu anderen Programmen weniger ansprechend. Das dukelgrau-gelbe Design war ausbaufähig.
Allerdings überzeugten mich Funktionsumfang und Bedienbarkeit. Nachdem ich viele Apps für Twitter ausprobiert hatte – die Original-App von Twitter kam für mich wegen enormen Problemen auf meinem Gerät nicht in Frage – fand ich Tweetdeck am Besten. Zawr bot die App bei weitem nicht so viele Personalisierungsmöglichkeiten wie z.B. twicca, bot aber dennoch eine Vielzahl an (für mich unterm Strich wichtigen) Einstellungsmöglichkeiten.
Auch das Multiple Account Management verlief nahezu reibungslos, zudem konnte man spielend leicht zwischen den einzelnen Columns hin und her switchen.

Doch vor kurzer Zeit schlichen sich Fehler ein.

Ich bin jetzt nicht der Typ, der sofort alles tiefgründig zu jeder App recheriert und gerade im Androidbereich laufen Apps auf verschiedenen Devices leider eben auch verschieden stabil. Leider immer noch ein Nachteil gegenüber Apple meiner Meinung nach.
So schob ich es zunächst auch auf ein Subjektives Problem, dass bei jedem Replay eines Tweets plötzlich der Hinweis erschien “Do you really want to reply to yourself?” – HÄ? Natürlich antworte ich mir nicht selbst, doch leider erschien die Meldung bei JEDEM Reply. Bis heute leider.

Seit dem Wochenende erlebe ich eine zweite unangenehme Sache bei Tweetdeck. Ich update aus Bequemlichkeit Twitter- und Facebookfeeds in einer Timeline / Column. War bisher bei Tweetdeck überhaupt kein Problem, die News wurden chronologisch korrekt angezeigt. Seit dem Wochenende updatet Tweetdeck bei mir aber primär nur noch den Facebookfeed, das Update der Twittertimeline funktioniert erst nach dem zweiten oder dritten manuellen Versuch.
Das war dann auch der Grund, warum ich Tweetdeck neu installierte und über meinen Tweetdeckaccount synchronisierte. Selbe Sauce. Ärgerlich.
Heute morgen schmiss ich Tweetdeck von meinem Handy, im Androidmarket erschien zudem ein neuer Kommentar, dass der Support bei Tweetdeck quasi nicht mehr existieren würde, es ewig kein Update geben würde. Überprüfen kann ich diese Aussage momentan leider nicht, schade wäre es allemal, denn Tweetdeck war bis vor Kurzem das Nonplusultra in Sachen Soziale Netzwerke auf Android.

Seit heute morgen bin ich zurück bei twicca, was allemal stabiler läuft als Tweetdeck momentan.

Mich würde mal interessieren, was Ihr so für Erfahrungen mit Tweetdeck habt und wie Ihr die Unterschiede auf verschiedenen Plattformen (Tweetdeck Client, App for Chrome, Android, iPhone) empfindet.

Heute: Ruhetag – Als der Market den Dienst verweigerte…

Liebe Leser,

es ist dieser Tage nicht leicht als Android User. Gerade seit einigen Tagen, sprich Ende Oktober hat O2 das iphone 4 (in der – wie ich finde – völlig ausreichenden 16GB Variante) für etwas über 600€ im Angebot. Zudem ist die allgemeine Präsenz von Apple durch die neuerliche Keynote wieder stark gestiegen. Neue Appleprodukte wie das MacBookAir sollen das Computering noch smarter und stylischer machen als eh schon.

Es klingt wie eine Ironie des Schicksals, dass sich ausgerechnet in dieser Zeit negative Meldungen häufen, die Apples größten Konkurrenten zumindest auf dem Smartphonemarkt betreffen. Nämlich Googles OS Variante Android. Seit Ende Oktober berichten zahlreiche User in einschlägigen, deutschen Foren (u.a. android-hilfe.de) über neuerliche Ausfälle des s.g. Androidmarket, dem androiden App-Pendant zu iTunes. So sei der Market zwar aufrufbar, man könne zudem Apps suchen und auswählen, allerdings sei kein Download möglich, bzw. breche dieser nach kurzer Zeit mit einer Fehlermeldung ab. (Anm.: auch ich kann dieses Problem aus eigener Erfahrung bestätigen). Unbestätigten Meldungen zur Folge stehe dies im Zusammenhang mit der Einführung von PayPal als Zahlungsmöglichkeit für kostenpflichtige Apps. Weiterhin halten sich Gerüchte hartnäckig, nach denen Google die Einführung der OS Version 3.0 (“Gingerbread”) vorbereite. Was das allerdings mit dem Market zu tun haben soll, entzieht sich meiner Fantasie. Letzteres ist aber sowieso arge Zukunftsmusik, denn hierzulande kann man als Androiduser nur hoffen, dass die Einführung des Updates durch die jeweiligen Provider besser und zügiger verläuft, als es mit Android 2.2 (“FroYo”), wir erinnern uns…!

Es ist, wie gesagt, dieser Tage echt nicht leicht zu seinem Androiden zu stehen, der auf einen Market angewiesen ist, der momentan funktionsunfähig dahin dümpelt und der zwar oberflächlich sortiert scheint, doch schaut man genauer hin findet man neben einem fehlenden, echten Rankingsystem auch andere, deutliche Schwachstellen: zwar sind Apps “grob” nach Sinn und Zweck sortiert (z.B. Lifestyle, Finanz, Effizienz oder SocialNetwork etc.), dennoch fehlt es im Untermenü dann an Sortierungen z.B. nach Namen oder Bewertungen. Bewertungen in Form von Sternen können jederzeit abgegeben werden, ein Kommentar (häufig sehr hilfreich, v.a. bei der Suche nach Alternativen) muss bei Bewertungen nur optional abgegeben werden. Eben auch das Fehlen von angezeigten Alternativen zu Apps schmälert den Spass an der Geschichte zuweilen enorm. Was die einen als OpenSource-Freaks mit einem halbfertigen, teils offenen Markt als Geschenk ansehen, stört den anderen Nutzer eben gewaltig.

Gewaltig störend empfinden auch andere User den aktuellen Zustand. Und die finden sich auch außerhalb der Landesgrenzen. Entgegen früherer Marketprobleme haben jetzt auch Androiduser aus England, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien und Schweden offensichtliche Schwierigkeiten. Wobei Ausnahmen die Regel bestätigen, denn auch hierzulande gibt es in Foren immer wieder Wortmeldungen, die berichten “Jetzt ist alles wieder gut!” nur um eine Stunde später wieder das Gegenteil zu verkünden.

Hinzu kommt (erschwerend) die Öffentlichkeitsarbeit von Google, die ja schon bei StreetView uns Deutschen einen faden Beigeschmack beschert hat. Bezüglich der Androidmarketprobleme ließ Google vor kurzem nur verlauten, dass die von einigen Nutzern empfunden Schwierigkeiten mit dem Androidmarket bedauerlich seien, man aber davon ausgehe, dass das Problem jetzt behoben sei.

Market download issue seems resolved. Problem started around noon PDT, lasted a few hours. Sorry about that. link

Ich kann nur stark hoffen, dass Google die aktuellen Engpässe in der Marketverfügbarkeit zügig überwindet und weiter am Marketdesign und an dessen Struktur arbeiten, denn meinen Informationen zur Folge sollen gerade auch kostenpflichtige Apps in Zukunft Unterstützung finden um den Market effizient zu refinanzieren. Dazu bedarf es allerdings gerade auch wenn es um Geld geht einer verlässlichen und stabilen, klar strukturierten Marktplattform. In meinen Augen ist das momentan nicht der Fall.

HTC Desire: Froyo + Favorite Apps

Am vergagenen Montag, den 6. September ging das Android 2.2 (FroYo) Update für die HTC Desire Modelle von O2 on air. Eher zufällig, trotzdem schon “sehnsüchtig” wartend checkte ich Montagmorgen via Handy die Updateverfügbarkeit und siehe da, es stand ein Update zur Verfügung. Problemlos und vollautomatisch installierte sich das geschätzte 80mb große Update innerhalb von knapp 20 Minuten auf meinem Telefon. Dabei bootete es mehrmals neu, ohne Probleme. Anschließend begann ich eifrig, die vorher ausgiebig besprochenen neuen Funktionen (siehe hier), u.a. HD Videoaufnahme, app2SD, Flash etc. zu testen.

Eine, wie versprochen, deutliche Performancesteigerung habe ich nicht bemerkt. Dafür bemerkte ich wenige Stunden nach VÖ des Updates, dass sich bei Twitter die Meldungen häuften, dass diverse User mit dem Update Probleme hätten. Im O2 Forum häuften sich verzweifelte Einträge, wo Kunden mit dem HTC Desire berichteten, dass sich das Telefon beim Updatevorgang beim Booten aufgehangen hätte. Kurz darauf wurde das Over The Air Update deaktiviert und O2 lies über Twitter und Forum verkünden, dass man Probleme festgestellt habe und mit HTC an einer zügigen Lösung arbeite. Wieder einige Stunden später stellte O2 ein Update auf ihrer Homepage online, welches über HTC Sync laufen sollte. Dabei würden jedoch sämtliche persönlichen Einstellungen und Daten verloren gehen. Ein schwerer Schlag für die eh schon ungeduldigen O2 / Desire Kunden.

Zum jetztigen Zeitpunkt kann ich sagen, dass dieser Kelch Gott sei Dank an mir vorüber gegangen zu sein scheint. Dennoch tut es mir für alle O2 Kunden mit einem Desire leid, dass sie solche Probleme haben, bei dieser Art von Schwierigkeiten, die das Telefon praktisch unbrauchbar machen, wäre ich auch nicht ruhig geblieben.

Das Update ist komplikationslos installiert und das Telefon arbeitet einwandfrei. Am meisten nutze ich momentan die Froyo Funktion app2SD bzw. nutze die entspr. App aus dem Androidmarket. Immer mehr Apps werden nach Updates SD Karten kompatibel. Leider hatte ich noch keine Gelegenheit wirklich ernsthaft die HD-Videofunktion zu testen. Das Tethern via USB hab ich auch noch nicht probiert, allerdings scheint es ganz einfach zu sein. Es gibt offensichtlich eine Art Einrichtungsassistenten dafür. Eine witzige Idee ist auch die Spracherkennung, selbst Google Translator funktioniert damit. Lustige Spielerei. Die volle Flashvideounterstützung ist besonders auf Seiten wie myspace oder Filmseiten recht nützlich.

Mittlerweile habe ich mir auch eine nette Anzahl Apps heruntergeladen. Hier mal eine kleine Auswahl:

  • Touiteur: momentan mein lieblings Twitterclient. Momentan noch werbefrei. Guter Funktionsumfang, einzig URL shortening funzt nur in der Premiumversion.
  • Advanced Task Killer: das Desire unterstützt bekanntlich Multitasking. Das liegt aber häufig auch daran, dass Programme schnell mal im Hintergrund laufen und sich aktiv manchmal kaum beenden lassen, weil schlicht der “Exit” Button fehlt. Mit diesem Tool kann man solche Programme dann schnell mal beenden. Allerdings sollte man sich für Uhr, Wecker etc. die Ignore-Liste zu Gemüte führen und entspr. Apps dort einfügen.
  • Ping Chat: endlich, so kann man sagen, ist Ping auch auf Android Phones angekommen. Nach einem viel beachteten Betalauf ist der Messenger nun offiziel verfügbar. Toll daran: es werden zwar keine Push-Benachrichtigungen verwendet, aber ein nettes Tonsignal erklingt und in der Kopfleiste erscheint ein entsprechenden Symbol. Zudem kann man das Notification-LED bei Bedarf leuchten lassen.
  • Gowalla: die Geo-Tagging App ist etwas hübscher als als Foursquare und hat einen ganz entscheidenen Vorteil: man kann sich offensichtlich nur dort einloggen / dort einchecken, wo man sich auch tatsächlich befindet. Bei Fousquare kann man ohne weiteres trotz GPS Ortung z.B. am Nordpol einchecken, oder per check-in “vortäuschen”, man befinde dich im Ausland.
  • Meinestadt: bietet GPS unterstützt einen gute Übersicht über nützliche Orte, Einrichtungen, Events und Serviceangebote in der Umgebung bzw. der aktuellen Stadt: z.B. Geldautomaten, Ärzte, Tankstellen, Kinos, Konzerte. Zudem wird die Entfernung zum ausgewählten Ort angezeigt. Sehr nützlich in fremden Städten.
  • IMDb: Die App von Internet Movie Database gibt eine gute Übersicht über aktuelle und begehrte Kino- und TV-Ereignisse. Ein Schwerpunkt liegt sicherlich auf dem US-amerikanischen Markt, größtenteils sind die Infos auf Englisch. Allerings gibt es auch eine Übersicht, wie die Filme in der IMDb bewertet wurden.
  • FX Camera: ein nettes Fototool, mit dem man chicke Fotoeffekte einbauen kann. So fügt das Programm bei Bedarf den gemachten Bildern umgehend einen Polaroidcharakter oder Sepiaeffekte  hinzu. Eher eine nette Spielerei.
  • Shazam: ein Musictagging-Tool, was ich bis jetzt nur wenig, dafür aber sehr effektiv benutzt habe. Man hält bei einem schönen Musikstück einfach das Handy mit laufender App neben den Fernseher oder das Radio (oder wem’s Spass macht im Club einfach in die Höhe) und die App sucht nach kurzer Zeit den Künstler sowie den Songtitel. Zudem hat man die Möglichkeit den Song dirket bei Youtube zu suchen oder via amazon zu kaufen.
  • Google Sky Map: nicht wirklich nützlich, außer man schaut nachts just for fun in den Himmel und sucht nach Sternenkostellationen. Dabei benötigt die App auch die aktuelle Position des Handys via GPS.
  • Zedge: ziemlich feine App zum Herunterladen neuer Wallpaper und Ringtones. Die Wallpaperauswahl ist wirklich genial und umfangreich. Nur zu empfehlen. Ich habe mir einen stylischen Androidhintergrund angelegt und bin voll zufrieden.
  • Battery Widget: Das Desire verfügt in der Kopfleiste standartgemäß über eine Batterieanzeige. Leider ist der Handyakku auf Grund der vorgesehen ( nahezu ständigen) Internetnutzung recht schwach auf der Brust und reicht in der Regel nur für 24 – 36 Stunden. Das Batterywidget selbst kann daran wenig ändern, es dient jedoch als Anzeige für den prozentualen Akkuladezustand. Außerdem kann man hier (wenn man möchte) die WiFi Suche und GPS ein- bzw ausschalten.
  • WordPress: klar, so richtig bloggen kommt für mich momentan nur via PC / Laptop in Frage, auch wenn das Erstellen von Artikeln grundsätzlich möglich ist. Dennoch schätze ich dieses Tool inzwischen sehr, da es umfassenden Zugriff auf Blogstatistik und Kommentarbereich zulässt und das Moderieren des Blogs so wirklich sehr einfach auch von unterwegs möglich ist.
  • OnePunch: Das Notepad Tool habe ich eher zufällig entdeckt. Eigentlich war ich immer der Meinung einen virtuellen Notizblock auf dem Handy nicht zu benötigen. Jedoch saß ich zuletzt beim Autoservice und erhaschte Fetzen eines Telefonats, wo es um neue gesetztliche Bestimmungen zur TÜV Untersuchung ging. Eine Dinge waren mir gar nicht so bewusst gewesen und so legte ich schnell eine Notiz an mit den wichtigsten Neuerungen.
  • TraficStat: letztens habe ich zum ersten Mal eine SMS vom Provider erhalten, dass mein Datenvolumen zu 80% erreicht sei und dass nach weiteren 20% eine temporäre Geschwindigkeitsdrosselung erfolge. Das Tool TrafficStat ermöglicht hier eine Übersicht, wie viele Daten welches Tool oder welche App aus dem Netz lädt (so erkennt man z.B. das Dienste wie Foursquare oder Gowalla ordentlich Bytes aus dem Netz ziehen!)
  • ICE: Nein, diese App hat nichts mit dem gleichnamigen Zugmodel zu tun, sondern bietet eine Identifikationsmöglichkeit, falls dem Handybesitzer ein Unglück widerfährt. So kann man neben persönlichen Daten wie Adresse und Telefonnummer auch (Notfall-)Medikamente, Hausarzt und Allergien angeben, sowie die Info, ob man Organspender ist. Der tatsächliche Nutzen dieser App ist zweifelhaft und dass Ersthelfer auch ins Handy gucken um Wichtiges über ein Unfallopfer zu erfahren ist heutzutage (auch gerade aus Datenschutzgründen) immer noch eher unwahrscheinlich. Allerdings sollte man hier ein etwaiges Entsperrmuster deaktivieren, denn sonst sitzt der vermeintlich technisch versierte Ersthelfer vor der Tastensperre, die er nicht entsperrt bekommt.
  • App2SD: DAS Tool für Android 2.2! Es überprüft bestehende Programme, sowie Neuinstallationen auf die Möglichkeit sie auf die SD Karte zu verschieben. Auch das Rückverschieben in den Telefonspeicher ist damit möglich.
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