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Hausmitteilung 03/2012

Bloggen.
Ein Blog lebt von seinen Inhalten und vom Autor, der nach Möglichkeit regelmäßig neue Inhalte veröffentlicht, die – ebenfalls nach Möglichkeit – eine Vielzahl an Leser anzieht und bindet. Auf diese Weise kann man sogar Geld verdienen und versuchen davon zu leben. Es soll aber auch auf dieser Welt Menschen geben, welche einen “normalen” Job haben und eher in ihrer Freizeit über verschiedene oder, je na Gusto, spezielle Dinge bloggen. So wie bei mir und wie bei einem Kumpel von mir.

Nur, über den wurde sich jetzt “lustig gemacht”. Und zwar im beruflichen Umfeld. To make a long story short: er hat sich weder im Ton vergriffen, noch irgendwas aus meiner Sicht außergewöhnliches verblogt. Er schrieb über seine Hobbies und seine Freizeit.

Ich habe dieses Problem nur vage mitbekommen, doch ich habe seinen Blog interessiert und aufmerksam gelesen und ausdrücklich nichts kritisierbares gefunden. Mir tun diese “Kollegen” einfach nur leid, die sich selbst so tief sinken lassen, dass sich sich im Grunde genommen genötigt sehen über Belanglosigkeiten herzuziehen. Das Blog wurde mittlerweile von ihm gelöscht. Ihn selbst hat es sehr getoffen, er erwägt nur noch unter einem Pseudonym als Blogger aktiv zu sein.

Ich selbst veröffentliche Eintrage bei bisher sowohl bei Twitter als auch bei Facebook, wo vor allem Arbeitskollegen auch Zugriff darauf haben. Überhaupt entstand die Idee für dieses Blog auf Grund einer Gerüchteküche im Jahr 2010. Aus der Idee wurde ein Gefühl, empfundene Schieflagen aller Art irgendwie zu verarbeiten. Das stellte sich als recht zeitintensiv heraus, knapp 40 Artikel in 1,5 Jahren sind nicht gerade eine Höchstleistung. Mittlerweile blogge ich nur noch, wenn ich wirklich Lust dazu habe, denn das Schreiben von ausgedehnten Texten stellt für mich dann doch eine enorme geistige Arbeit dar, die mir nicht mehr so leicht vorn der Hand geht.

Dennoch blogge ich gerade kritische Dinge, wenn, dann oft und gerne. Ich nehme dabei auch keine Rücksicht darauf, ob evtl. Arbeitskollegen mitlesen könnten, denn ich bin fest davon überzeugt keinen offensiven Content mit berufschädigendem Inhalt zu verbreiten.

Was andere in sozialen Netzwerken hingegen verbreiten, sollte da schon eher Anlass zur Schmutzeln geben, als die privaten Hobbyblogbeiträge meines Kumpels. Da wird bei Facebook zu jeder Tages und Nachtzeit Pupsi-Castle gespielt, Gruppennamen machen die Runde (“Nichts reimt sich auf Uschi”) und “Gefällt mir” beim “WAHNSINN: Mutti macht’s mit jedem”-Link von myvideo geklickt. Und du sitzt da und denkst dir: passt schon wie Arsch auf Eimer. Da wird wieder mal das Bild im Club getagged – das, wo man nicht ganz sooo gut bei drein schaut. Und oh Wunder, wer meint Facebookfotos könnten nur die sehen, die meine Freunde sind, der irrt. Wenn Mimi Krause abermals von der Freundin im Suffschuppen lokalisiert wird, denkst du dir deinen Teil. Gott sei Dank hab ich Kollegen, die bis tief in die Nacht Pupsi-Castle spielen können und am nächsten Tag trotzdem fit sind (wie auch immer).

Überhaupt ist doch eigentlich nichts schöner, als bei der einen oder anderen Stautsmeldung zu denken: “Ja, so naiv warste auch mal. Vor 10 Jahren.” Damals hieß der Kram noch Radio Bremen Chat und du hattest ein Pseudonym. Meistens hattest du dann noch eine soziale Phobie und Monitorbräune nebst Gesichtselfmeter. Das einzige, wo du dich hast “taggen” lassen war beim “CT”, dem “Chattertreffen”, wo du dich über “CS” (“Cybersex”) und die ganzen anderen Leichen vor Ort totgelacht hast.

Heute im Facebook Chat bist du zwar dank Messenger ständig online, aber keine Sau schreibt dich an, weil 90% deiner Facebookfreunde entweder Kollegen oder Schulfreunde aus der Steinzeit sind, die du zwar für deine dreistellige Freundeszahl brauchst (darunter bedeutet entweder Mauerblümchen oder generell uncool); aber in deiner Freizeit willst du eigentlich nur deine Ruhe vom ganzen Bekanntenkreisfortsatz und genüsslich peinliche Sachen anderer stalken. Wenn du Facebook so verstehst, warum nutzt du es dann?

Der Begriff “Netzwerken” – Netzwerke schaffen zu anderen und davon sinnvoll (ggf beiderseitig) profitieren, das war zwar bei Gründung nicht der Grundgedanke von Facebook, aber das ist – genauso wie private oder Gewerbliche Blogs – eine wichtige Möglichkeit. Wenn man sich den K(r)ampf abschafft sein ganz privates (!) Privatleben auszubreiten und dadurch anderen Gelegenheit zu geben darüber herzuziehen, dann kann man entdecken, wie spannend und ungefährlich es sein kann diese Netzwerke zu nutzen.

E-Leder

 

Eine kleine grafische Spielerei meinerseits. Ganz ohne Photoshop. Garantiert.

Das schimmernde, leicht verruchte rosa Lolli-Pop-like “E” wurde auf gegerbte Tierhaut gezaubert. Will uns zumindest das Auge weismachen. Oder liegt es gar darunter…?

 

Tweetdeck for Android – what’s up?

Eigentlich bin ich ja nicht so der Mensch, der riesig umfangreich über Technik, Gadgets oder Apps bloggt.

Aber immerhin nutze ich ein Smartphone und bin auch auf Twitter und Facebook viel unterwegs.
Dafür habe ich bis zuletzt die App “Tweetdeck” für Android benutzt.

Optisch war die App zwar im Vergleich zu anderen Programmen weniger ansprechend. Das dukelgrau-gelbe Design war ausbaufähig.
Allerdings überzeugten mich Funktionsumfang und Bedienbarkeit. Nachdem ich viele Apps für Twitter ausprobiert hatte – die Original-App von Twitter kam für mich wegen enormen Problemen auf meinem Gerät nicht in Frage – fand ich Tweetdeck am Besten. Zawr bot die App bei weitem nicht so viele Personalisierungsmöglichkeiten wie z.B. twicca, bot aber dennoch eine Vielzahl an (für mich unterm Strich wichtigen) Einstellungsmöglichkeiten.
Auch das Multiple Account Management verlief nahezu reibungslos, zudem konnte man spielend leicht zwischen den einzelnen Columns hin und her switchen.

Doch vor kurzer Zeit schlichen sich Fehler ein.

Ich bin jetzt nicht der Typ, der sofort alles tiefgründig zu jeder App recheriert und gerade im Androidbereich laufen Apps auf verschiedenen Devices leider eben auch verschieden stabil. Leider immer noch ein Nachteil gegenüber Apple meiner Meinung nach.
So schob ich es zunächst auch auf ein Subjektives Problem, dass bei jedem Replay eines Tweets plötzlich der Hinweis erschien “Do you really want to reply to yourself?” – HÄ? Natürlich antworte ich mir nicht selbst, doch leider erschien die Meldung bei JEDEM Reply. Bis heute leider.

Seit dem Wochenende erlebe ich eine zweite unangenehme Sache bei Tweetdeck. Ich update aus Bequemlichkeit Twitter- und Facebookfeeds in einer Timeline / Column. War bisher bei Tweetdeck überhaupt kein Problem, die News wurden chronologisch korrekt angezeigt. Seit dem Wochenende updatet Tweetdeck bei mir aber primär nur noch den Facebookfeed, das Update der Twittertimeline funktioniert erst nach dem zweiten oder dritten manuellen Versuch.
Das war dann auch der Grund, warum ich Tweetdeck neu installierte und über meinen Tweetdeckaccount synchronisierte. Selbe Sauce. Ärgerlich.
Heute morgen schmiss ich Tweetdeck von meinem Handy, im Androidmarket erschien zudem ein neuer Kommentar, dass der Support bei Tweetdeck quasi nicht mehr existieren würde, es ewig kein Update geben würde. Überprüfen kann ich diese Aussage momentan leider nicht, schade wäre es allemal, denn Tweetdeck war bis vor Kurzem das Nonplusultra in Sachen Soziale Netzwerke auf Android.

Seit heute morgen bin ich zurück bei twicca, was allemal stabiler läuft als Tweetdeck momentan.

Mich würde mal interessieren, was Ihr so für Erfahrungen mit Tweetdeck habt und wie Ihr die Unterschiede auf verschiedenen Plattformen (Tweetdeck Client, App for Chrome, Android, iPhone) empfindet.

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