Wünsche für’s neue Jahr. Oder Vorsätze. Das impliziert ja eigentlich schon den Hang des Menschen zur Prokrastination. Dem kläglichen Rest des Jahres wird auf der Zielgeraden so wenig Bedeutung wie möglich zugewiesen. Hoffentlich geht der Scheiss schnell vorbei. Es kann ja nur wieder besser werden. Ja?
So wie fast jeder hab ich auch solche Vorstellungen. Würde mir dies und jenes wünschen und erwarte und erhoffe mir vieles.
Doch vor lauter positivem in-die-Zukunft-gegucke, sollte selbst der flinkeste Restjahresvergesser folgendes nicht verdrängen: die Menschen, die er beim Erlangen und Erreichen seiner guten Vorsätze und Pläne um sich herum hat, sind immer noch die selben dummbratzigen Vollpfosten, wie im alten Jahr. Seien es Kollegen, Angehörige, Bekannte oder welche, die man am Liebsten nie kennengelernt hätte.
Drum hüte sich der Zielstrebige vor den selben alten Fallen im sozialen Gehege.
Denn das Glück des Menschen richtet sich nicht nach dem Kalenderjahr, sondern wird ja sprichwörtlich von jedermann selbst geschmiedet.