Ich habe sie. Die Kaffeemaschine des Grauens.
Und nein, es geht hierbei nicht um einen superteuren Kaffeevollautomaten, sondern um unsere normal-blödige “Russell Hobbs”. Die “Russell” hat nämlich mit der Zeit ein Eigenleben entwickelt. Sie zaubert nun. Und zwar kann sie Kaffee verschwinden lassen.
Das gängigste Magiebeispiel ist die Befüllung der “Russell” mit Wasser für “8 Becher”. Filter einlegen, Kaffeepulver einfüllen. Und los. Und dann beginnt die Magie, dann beginnt der Zauber.
Es rauscht und rumpelt, blubbert und dampft. Der erste Kaffee läuft unten in die Kanne, die ich ja eben noch mit Wasser “für 8 Becher” gefüllt hatte. Nach ein paar Minuten ist die Zeremonie der “Russell” vorbei und *tadaa* herausgekommen sind … 6 … Becher … Kaffee.
Knapp 200 – 250ml Wasser bzw. Kaffee sind verschwunden.
Ich erinnere mich noch gut an die Tage, an denen ich hektisch hinter,unter und in die Maschine schaute um nach Löchern oder anderen Defekten zu suchen. Nichts. Ich fand einfach nichts.
Dass bei der Erwärmung des Wassers auch immer Dampf entsteht, ist klar. Aber rund 200ml Wasser verdampfen nicht mal eben spurlos, wenn man sich dunkel an den Physikunterricht der Orientierungsstufe erinnert. Und natürlich bleibt auch Wasser im Kaffeepulver im Filter zurück und verwandelt das duftende Pulver in ekelig stinkenden Matsch.
Und der Kaffee? Dunkel und kräftig im Geschmack. Okay, Espressoautomatik “on board” und “im Hintergrund aktiv”? No. Also wat nu? Ganz einfach: nix. Es gibt ja schließlich Schlimmeres. Aber ein wenig warte ich noch darauf, dass sich meine “Russell” irgendwann in einen Roboter transformiert.