Mein Rücken und ich

Dienstagabend, fast 20:00 Uhr. Gerade läuft Gute Zeiten, Schlechte Zeiten. Muss also dringend etwas anderes machen, um mein Gehirn nicht der Schmelze anheim zu geben.

Zwangsläufig, beim Umlagern von der einen auf die anderen Pobacke, musste ich meine aktuelle Rückenerkrankung reflektieren.
Und da geht es nicht um die blitzartig in meine LWS einschießenden Schmerzen, sondern um die ganzen Gimmicks, die ich zwecks Therapie erstanden habe.

Da wären:
4x ThermaCare Wärmeumschläge für 20€, 1x Kneipp Rheumabad für 7€ sowie Ibuprofen Lysinat. Lt. Apotheker kann ich letzteres gerne im Akutfall 3x tgl. einnehmen. Und zwar jeweils 2 Tabletten.

Zwei Tabletten Ibuprofen, 3x tgl.? In der Regel sind normale Ibuprofentabletten mit jeweils 400mg im freien Verkauf erhältlich. In der Regel sollte man ohne ärztlichen Rat auch nicht mehr als 1200 – 1600mg am Tag einnehmen. Lt. meines Apothekers wäre ich da ja normalerweise dann locker drüber. Ein Blick auf die Packung verrät die Lösung: in der Inhaltstoffliste ist weniger Ibuprofen aufgeführt, als üblich. Rund ein Viertel des Wirkstoffes sind enthalten, dafür ein Plus an Lysinsalz, dem in der Werbung herkömmlich als “Tempomacher” betitelter Begleitstoff. Für leichte bis mäßig starke Schmerzen ist Ibuprofen in der herkömmlichen Dosierung geeignet.

Zwar gibt es durchaus Möglichkeiten Schmerzintensitäten objektiv einzuteilen, jedoch ist Schmerz auch in jedem Falle ein individuelles Erleben. So kann ich deutlich sagen, dass es mir lieber gewesen wäre ein potentes Schmerzmittel zur Verfügung zu haben. Denn meinen Rückenschmerzen war das Lysinat recht egal. Von einer schnelleren, geschweige denn überhaupt einer Wirkung habe ich nichts gespürt. So nahm ich entgegen meines Bauchgefühls (“Es ist unvernünftig mehrere Ibuprofentabletten auf einmal zu nehmen.”) nach knapp 3 Stunden eine weitere Tablette.

Donnerstagmittag: Mittlerweile bin ich davon ab. Das Ibuprofen mit Lysinat taugt bei mir nicht die Wurst. Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass ich mir bei meinen Rückenschmerzen jedes freiverkäufliche Präparat schenken konnte. Grundsätzlich galt: da es mir nicht zu helfen scheint, nehme ich es nicht doppelt, sondern gar nicht!

Stattdessen turne ich 1x am Tag in der Badewanne und dehne dabei meine Muskulatur. Effekt: am Ende knackt es ein Mal und ich erlebe für ein paar Augenblicke eine wahre “Befreiung” im Beweglichkeitssektor. Dennoch kommt der Schmerz und die Spannung wieder, meistens dauert es kaum eine Stunde.
Als wirklich angenehme, allerdings recht kostenintensive Maßnahme haben sich die ThermaCare Wärmeumschläge herausgestellt. Im Gegensatz zum ABC Wärmepflaster (auf Cayennepfefferbasis) brennen sie einem den Rücken nicht gleich weg, sondern entwickeln nach kurzer Zeit eine wirklich angenehme Wärme. Dies kann man durchaus auch als Schleichwerbung verstehen, denn die Umschläge passen wirklich jedem und wirken bzw. wärmen deutlich länger als die veranschlagten 8 Stunden auf der Packung.
Interessanterweise stellte sich auch das regelmäßige Bad mit entsprechenden muskulaturentspannenden Zusätzen als äußerst Wirksam heraus, wobei vermutlich auch hier der Faktor Wärme eine entscheidene Rolle einnimmt.

Das Thema ist momentan leider aber noch nicht ausgestanden. Ich kann mich durch die körperliche Schonung und die o.g. Therapien zwar schon deutlich besser bewegen als am Wochenanfang. Jedoch gibt es nach wie vor Bewegungen, die mir enorme Schmerzen bereiten, vor allem beim Aufstehen nach längerem Sitzen. Ich hoffe, auch das geht bald vorbei.

Für’s neue Jahr

Wünsche für’s neue Jahr. Oder Vorsätze. Das impliziert ja eigentlich schon den Hang des Menschen zur Prokrastination. Dem kläglichen Rest des Jahres wird auf der Zielgeraden so wenig Bedeutung wie möglich zugewiesen. Hoffentlich geht der Scheiss schnell vorbei. Es kann ja nur wieder besser werden. Ja?

So wie fast jeder hab ich auch solche Vorstellungen. Würde mir dies und jenes wünschen und erwarte und erhoffe mir vieles.

Doch vor lauter positivem in-die-Zukunft-gegucke, sollte selbst der flinkeste Restjahresvergesser folgendes nicht verdrängen: die Menschen, die er beim Erlangen und Erreichen seiner guten Vorsätze und Pläne um sich herum hat, sind immer noch die selben dummbratzigen Vollpfosten, wie im alten Jahr. Seien es Kollegen, Angehörige, Bekannte oder welche, die man am Liebsten nie kennengelernt hätte.

Drum hüte sich der Zielstrebige vor den selben alten Fallen im sozialen Gehege.

Denn das Glück des Menschen richtet sich nicht nach dem Kalenderjahr, sondern wird ja sprichwörtlich von jedermann selbst geschmiedet.

Sunday Fun: Er hat’s nicht immer leicht…

“Der Penis

Ich, der Penis, beantrage hiermit eine Gehaltserhöhung aus folgenden Gründen: -Ich arbeite körperlich -Ich arbeite in großen Tiefen -Ich stürze mich, Kopf zuerst, in meine Arbeit -Ich habe an Wochenenden und Feiertage nicht frei -Ich arbeite bei hohen Temperaturen -Ich arbeite an einem dunklen Arbeitsplatz, der kaum belüftet wird.

Lieber Penis, Nach sorgfältigem Bearbeiten und Prüfen Ihres Antrages, ist die Verwaltung zu dem Entschluß gekommen, selbigen aus folgenden Gründen abzulehnen: -Sie arbeiten keine 8 Stunden durch -Sie schlafen nach kurzer Arbeitszeit ein -Sie können keine Doppelschichten übernehmen -Sie halten sich nicht immer an die Sicherheitsanweisungen, z.B. das Tragen von Schutzkleidung -Sie gehen lange vor 65 in Rente -Sie hinterlassen ihren Arbeitsplatz ziemlich dreckig Und, als ob das noch nicht alles wäre, haben wir Sie auch noch ständig den Arbeitsplatz verlassen sehen, mit zwei sehr verdächtig aussehenden Säcken.”

(Quelle: Facebook)

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